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Wie mache ich alles richtig mit meinem Welpen?

Derzeit freuen sich wieder viele zukünftige Hundeeltern auf vierbeinigen Familienzuwachs!

Die Welpenzeit ist die wichtigste Zeit im Leben des Hundes, sagt man. Da sollte er alles kennenlernen, später lässt sich das nicht nachholen, heißt es oft. Vor lauter guten Ratschlägen sind viele Ersthundehalter völlig verunsichert.

Wie macht man es denn jetzt richtig mit einem Welpen?


Die Sozialisation beschreibt das Erlernen des sozialen Umgangs mit anderen Lebewesen – Artgenossen, Menschen und anderen Tieren. Die sogenannte Sozialisierungsphase beim Hund reicht in etwa von der 8. bis zur 16. Lebenswoche. Diese Zeit wird als besonders wichtig erachtet, weil der Hund in ihr schnell und nachhaltig lernt.
Der Hund sollte deshalb in dieser Zeit gute Erfahrungen mit unterschiedlichen Lebewesen machen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er später zu guter sozialer Interaktion in der Lage sein wird.
Natürlich findet auch soziales Lernen ein Leben lang statt und ist nicht mit der 16. Woche abgeschlossen. Die Sozialisierungsphase kann man aber nutzen, um einen stabilen Grundstein für ein gutes Sozialverhalten zu legen.
Häufig hört man den Tipp, der Welpe solle in der Sozialisierungsphase so viele Erfahrungen mit anderen Lebewesen wie möglich machen. Es kommt nicht auf die Menge der Kontakte an, sondern auf die Qualität! Ziel ist, dass dein Hund ausschließlich gute Erfahrungen macht.
Hilfreich ist auch, wenn er unterschiedliche Hundetypen, also große, kleine, langhaarige, mit Stehohren, Hängeohren, mit und ohne Falten, mit Ringelrute und Stummelrute, usw. kennenlernt. So lernt dein Hund, die „Sprache“ aller möglichen Hundearten zu lesen – und dadurch sicher mit ihnen zu kommunizieren. Dasselbe gilt für unterschiedliche Menschen und auch andere Tiere.
Achte in den Hundebegegnungen darauf, dass dein Welpe keine Angst bekommt oder Schmerzen erleidet und so die Begegnung als negativ abspeichert. Im Falle des Falles solltest du deinem Welpen Schutz bieten und wenn nötig die Begegnung abbrechen. 

Habituation bedeutet die Gewöhnung des Welpen an die Welt.
Gewöhnt werden muss der Welpe im Prinzip an alles, verschiedene Gegenstände, Untergründe, Geräusche, Gerüche, Wald, Feld, Stadt, etc. Auch hier gilt die Phase zwischen der 8. Und 16. Woche als die sensible Phase, die man für günstige Lernerfahrungen nutzen sollte.
Verpasse deinem Hund aber bitte keinen durchgetakteten Stundenplan! Welpen brauchen viel Ruhe, um das Erlebte verarbeiten zu können.
Eure Erkundungstouren sollten also nicht in Stress ausarten. Es gilt dasselbe wie oben für die Sozialisation beschrieben. Der Welpe soll gute Erfahrungen machen. Es ist sinnvoll, ihn zu Hause mit unterschiedlichen Gegenständen vertraut zu machen, indem man ihn damit spielen und darauf herumklettern lässt. Auch an unterschiedliche Geräusche kann man ihn behutsam zu Hause gewöhnen. Ein Ausflug in die Fußgängerzone kann beim ersten Mal ruhig auf deinem Arm stattfinden und nur wenige Minuten dauern. Das Gleiche gilt für alle anderen Lernerfahrungen, die dein Welpe machen soll.
Beobachte deinen Hund, ob er sich dabei wohl fühlt. Und danach ist Zeit für ein Nickerchen :-)

Unsere Welpenkurse bieten eine gute Gelegenheit für deinen Welpen, mit anderen Hunde in Kontakt zu kommen. Und das unter Anleitung eines erfahrenen Trainers. 
Es gibt kurze Spielsequenzen, erste Übungen zur Grunderziehung und außerdem kannst du all die Fragen loswerden, die du so hast: Wie lange dauert das mit der Stubenreinheit? Was mache ich, wenn mein Welpe überall reinbeißt? Hilfe, mein Welpe will nicht Gassigehen! Usw., usw.

Hier könnt ihr teilnehmen:
Welpenkurs Naurod: Dienstag um 14 Uhr
Welpenkurs Schwalbach: Samstag um 11 Uhr

Einfach annmelden! Wir freuen uns auf euch!

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